Spoileralarm
Anemonen im Wind: Roman - Tamara McKinley

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und spannend. Man hat direkt alles bildlich vor Augen und kann sich gut in die Geschichte einfinden.

Die Geschichte ist in der Gegenwart und wechselt sich mit Erinnerungen und Erzählungen aus der Vergangenheit ab.

 

Ich habe als Leser genau so ungeduldig auf das Ende der Geschichte gewartet wie Claire, der die Geschichte ihrer Familie erzählt wird. Wegen all der Andeutungen, dass es sich um schlimme, undenkbare und unverzeihliche Dinge handelt, die da noch in der Geschichte kommen und dass der bisherige Teil nur „leichte Kost“ war, malt man sich schon die schlimmsten Dinge aus.

Man muss aber immer daran denken, dass die Geschichte der Gegenwart in den 70ern spielt und diese Situation damals wohl viel schlimmer war, als sie heute wäre.

 

Was mich persönlich etwas gestört hat, war dass alle Charaktere – wirklich ALLE – rauchen und trinken. Es gab nicht eine einzige Person, die nicht geraucht hat und ständig waren die Räume voller Qualm und Zigaretten- oder Pfeifendunst und Geruch. Und noch ein Punkt, der an einem Teil der Geschichte extrem nervig wurde, waren die Streitereien und Beleidigungen und das Gezicke der Schwestern, vor allem der jüngeren gegen die ältere.

 

Das Ende fand ich sehr nett und wunderschön geschrieben und es hat mich auf jeden Fall wieder mit dem Buch versöhnt.

 

Spoiler:

 

Und wie ist das? Erst heißt es sie hätte sich ihm hingegeben, weil sie beschwipst war und dann schreit sie plötzlich Vergewaltigung?

Und woher wusste Jack auf einmal die Geschichte um das Schrapnell?

Für mich fehlen kleine Informationen vor diesen Situationen, sodass man es auch wirklich glauben kann, was die Charaktere auf einmal erzählen.

(show spoiler)